Delikatessen
Gutes Olivenöl
Gutes Olivenöl zeichnet sich in erster Linie durch einen fehlerfreien Geruch sowie Geschmack aus. Doch was ist darunter zu verstehen? Es gibt in punkto Olivenöl eine Vielzahl von Qualitätskriterien. In etwa sind diese so breit gefächert wie bei einem guten Wein. Zunächst einmal kommt es auf die Zutaten an, nämlich auf die Fruchtsorte, deren Reifezustand und darauf, wie gut die Früchte mit Wasser versorgt wurden. Für ein gutes Olivenöl ist neben einer hohen Fruchtqualität auch eine sorgsame und saubere Lagerung und Verarbeitung vonnöten. Werden diese Faktoren beherzigt, stehen die Chancen gut, ein sensorisch, also in Bezug auf Geruch und Geschmack, einwandfreies Öl zu erhalten. Von kleinen sensorischen Fehlern spricht man, wenn ein Öl leichte Mängel bei der Verkostung aufweist. In EU-Verordnungen sind diese sensorischen und chemischen Richtlinien festgelegt, so dass die Hersteller dazu verpflichtet sind, ihre Öle streng nach Vorschrift zu deklarieren. Dass es mit der Qualitätskennzeichnung jedoch nicht immer korrekt zugeht, hat die Stiftung Warentest nachgewiesen: Im Test waren zwölf Olivenöle unterschiedlicher Preisklassen.
Es stellte sich heraus, dass vier der edlen Öle der Güteklasse natives Olivenöl extra lediglich die Note mangelhaft verdienten. Attribute, die Experten diesen hochpreisigen aber qualitativ minderwertigen Ölen zusprachen, reichten von muffig bis ranzig. Dagegen zeichnet sich ein gutes Olivenöl durch ein breitgefächertes Aroma aus: Die Bewertung richtet sich hierbei nach Intensität, Fruchtigkeit und besonderen Geschmacks- und Geruchsnoten. Diese können von Kräutern über Hülsenfrüchte bis zu diversen Gemüsesorten reichen, die beim Verzehr mitschwingen. Des Weiteren ist wichtig, inwieweit diese unterschiedlichen Noten harmonisch zueinander passen oder ob die ein oder andere unangenehm dominiert.
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