Delikatessen
Olivenöl nativ
Die Olive ist eine Steinfrucht des Ölbaumes, der auch „olea europaea“ genannt wird. Der Ölbaum nimmt in der europäischen Kulturgeschichte eine große Bedeutung ein. Dieser immergrüne Baum aus der Familie der Ölbaumgewächse kann bis zu 20 Meter hoch werden. Seine Blätter sind schmal und glänzen an der Unterseite silbrig. Seine dunkelgrünen bis blauschwarzen Früchte, die Oliven, trägt der Ölbaum im Spätherbst. Oliven enthalten ca. 30 bis 35 Prozent Öl. Natives Olivenöl kann naturbelassen oder naturbedingt sein, muss aber immer aus der Olive des olea europaea gewonnen sein. In Deutschland darf Olivenöl nativ genannt werden, wenn es einer der besseren von insgesamt neun Güteklassen angehört. Das Adjektiv „nativ“ stammt vom lateinischen Ausdruck „nativus“ ab, was soviel bedeutet wie „angeboren“ und „natürlich“. Der äquivalente Ausdruck in anderen Sprachen hierfür ist „unberührt“, also beispielsweise im Englischen „virgin“ und im Italienischen „virgine“.
Insofern stellt Deutschland in der Namensgebung für die Güteklassen, an die die Hersteller von Olivenöl sich beim Verkauf orientieren müssen, eine Besonderheit dar. Warum Olivenöl hier nativ heißt, woanders jedoch nicht, muss an dieser Stelle offen bleiben und soll zu weiteren Recherchen einladen. Im deutschen Einzelhandel werden hier übersichtlicher nur noch vier der neun Güteklassen unterschieden, wobei die Bezeichnung für das Olivenöl „nativ“ auf die oberen drei Kategorien zutrifft. Ist Olivenöl also nativ, so bedeutet das noch nicht, dass es von sehr guter Qualität sein muss. Erst die Kennung „natives Olivenöl extra“ steht für die höchste Qualität und eine einmalige mechanische Kaltpressung zur Herstellung des Öls. Dieses Öl darf lediglich einen Ölsäuregehalt von weniger als 0,8 Prozent enthalten.
Ihr Kundenkonto
| |
|
| Passwort vergessen? |
Warenkorb
Sie haben noch keinen Artikel in Ihrem Warenkorb.
|




